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Route 1

Höhenweg – Obermylau – Mylau, Markt – Lambziger Höhe – H.-Heine-Siedlung – Feiler-Häuser – Lambziger Straße – Karl-Marx-Ring – VPW-Talweg

Wir starten in westliche Richtung auf dem Wanderweg zur Göltzschtalbrücke (unmarkiert). Nach der Infotafel gehen wir durch den unteren Brückenbogen und folgen dem rot markierten Wanderweg, der in Serpentinen am Hang nach oben zur Brücke führt. Nun folgen wir weiter dem rot markierten Weg (VPW) in östliche Richtung, wandern durch einen schattigen Buchenmischwald, bis wir die freie Flur erreichen (Ausblick auf Mylau). Wir wandern auf dem VPW-Höhenweg zu einem überdachten Rastplatz (Blick auf die Göltzschtalbrücke) und dann weiter Richtung Sendemast. Dort befinden wir uns über einem ehem. Diabas-Steinbruch und haben eine herrliche Aussicht auf Netzschkau im SW (Kuhberg, davor die Eigenheimsiedlung, Kirche, Schloss, davor das Altenpflegeheim am Schlosspark), Mylau uns zu Füßen (Burg, Kirche), Reichenbach im W, bei guter Sicht in der Ferne auch die Weißensander Autobahnbrücke und den Perlaser Turm (im SO).

Wir verlassen den Platz und gehen nach wenigen Schritten links hoch am Sendemast vorbei über die Wiese hinauf zum ehem. Fahrweg mit alten Alleebäumen. Nun sehen wir die Göltzschtalbrücke wieder. Dieser Weg führte früher von Obermylau nach Reinsdorf bei Greiz und endet jetzt an der Bahntrasse. Wir gehen in östliche Richtung weiter am ehem. Rittergut/ Volksgut vorbei und erreichen die Dorfmitte von Obermylau. Der Ort ist eine sorbische Gründung. Sehenswert sind das Ensemble der Bauernhöfe rund um den Dorfteich, der ehem. Gasthof, das Siegfried-Denkmal und die Tränke, die aus einem Granitblock gearbeitet ist.

Nun gehen wir auf der Dorfstraße in südliche Richtung den steilen Obermylauer Berg hinab. Diesen alten Verbindungsweg nutzten vermutlich schon die Sorben im 10./12. Jh. – er führt von Cunsdorf (OT von Reichenbach) über Obermylau nach Mylau. Während wir hinab gehen, haben wir einen fantastischen Blick auf Mylau mit Kirche und Burg. Auf halbem Weg zweigt rechts die Einfahrt zur Gaststätte „Felsenschänke“ ab. Wir gelangen unten an die Braustraße (B173), die wir überqueren, und anschließend zum Marktplatz von Mylau.

Von hier aus können wir die Kirche (1890 im neogotischen Stil erbaut, Silbermannorgel aus dem Vorgängerbau, Turm 72 m hoch) betrachten und der Burg einen Besuch abstatten. Das Markttor ist nur in den Sommermonaten geöffnet, den Haupteingang erreicht man über die Burgstraße. Die Burg wurde im 12. Jh. erbaut, ständig erweitert und umgebaut und ist eine der besterhaltenen Burganlagen im Vogtland. Sie beherbergt ein sehenswertes Museum und einen Teil der Futurum-Schule.

 

Wer jetzt schon zurück zum Parkplatz am Infopunkt möchte, gelangt über die Netzschkauer Straße zum Ausgangspunkt zurück.

 

Wir wandern vom Markt aus in südliche Richtung, überqueren die Göltzsch und die Lengenfelder Straße und biegen links in die Kalkgasse ein. Der Weg (gelbe Markierung) führt an Siedlungshäusern vorbei am Hang in die Höhe und geht hinter dem letzten Haus in einen Feldweg über. Von einem überdachten Rastplatz aus sehen wir unseren zurückgelegten Weg, die Burg, die Ortschaften Mylau, Reichenbach und Rotschau. Wir gehen den Berg weiter hinauf und erblicken nun von der „Lambziger Höhe“ aus auch Reinsdorf und die Göltzschtalbrücke im NW, die Stadt Netzschkau und den Kuhberg im W.

An der Wegkreuzung gehen wir nach rechts hinab zur Heinrich-Heine-Siedung (Orientierung ist das Ortsschild Mylau), auf der Lambziger Straße weiter nach rechts und gleich danach halten wir uns links und gehen zum Netzschkauer Berg und An der Kiesgrube (Straßennamen) weiter in nördliche Richtung, bis wir an vier baugleiche vierstöckige Häuser kommen.

Am ersten Haus lesen wir „Typ Feiler“. Diese unter Denkmalschutz stehenden Wohnhäuser stammen aus den 1930er Jahren und waren ein Beitrag zum sozialen Wohnungsbau (bezahlbare Mieten). Jedes Haus hat einen quadratischen Grundriss, Treppenhaus und Toilettenfenster zeigen nach Norden, während die anderen Fenster der vier Kleinwohnungen Sonne bekommen. Um auszuschließen, dass Wohnungsspekulanten alle vier Wohnungen zu einer großen umbauen, wurden vom Architekten Curt Feiler je zwei Wohnungen um eine halbe Etage versetzt angeordnet. Nachdem diese Häuser jahrelang dem Verfall preisgegeben waren, werden sie nun schrittweise modernisiert und sind z. T. wieder bezogen.

 

Wir gehen nach den Feiler-Häusern rechts durch einen schmalen Weg hinunter zur Lambziger Straße und weiter bergab zur Ringstraße. Hier kann man auf Mylau hinab und zum Höhenweg hinüber blicken. Über die Ringstraße und die August-Bebel-Straße gelangen wir zur Netzschkauer Straße hinunter. Jetzt gehen wir auf ihr nach links (W) und erblicken bald die Göltzschtalbrücke. Vor dem Ortseingangsschild Netzschkau biegen wir rechts ab in nördliche Richtung, überqueren die Göltzsch und kommen an einer denkmalgeschützten grünen Villa vorbei. Bevor es bergauf geht, nehmen wir den Wanderweg nach links (W) im Tal und gehen immer neben der Göltzsch entlang (VPW-Talweg), bis wir am Fuße der Göltzschtalbrücke angekommen sind. Über die ehem. Bahnbrücke des Bahnhofs Göltzschtalbrücke (Nebenbahn von 1895 bis ca. 1975 in Betrieb) kommen wir zurück zum Parkplatz am Info-Punkt.

 

Hinweis: Straßennamen sind kursiv gedruckt, Abkürzungen: N, O, S, W sind Himmelsrichtungen,

VPW = Vogtlandpanoramaweg, OT = Ortsteil

Text: Regina Möller, Fremdenverkehrsverein „Nördliches Vogtland“ (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)